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  Enigma M3 - Die berühmteste Rotormaschine des 2. WK 85bac5e96c7d36481a9a57bbd70b4248





Bei der Enigma handelt es sich um eine mechanische Verschlüsselungsmaschine, welche zur Chiffrierung mehrere unterschiedliche rotierenden Walzen einsetzt. Damit gehört die Enigma zu den Rotor-Schlüsselmaschinen. Sie wurde vor allem vom deutschen Militär zur Nachrichtenverschlüsslung eingesetzt. Auch andere Staatsorganisationen wie Polizei, SD,SS Reichspost, Gheimdienste, diplomatische Dienste und Reichsbahn chiffrierten ihre geheimen Nachrichten mit der Maschine.

Als Erfinder der Enigma gilt Arthur Scherbius (1878-1929), welcher das erste Patent hierzu 1918 anmeldete. Im Jahre 1923 gründete Scherbius die Chiffriermaschinen-Aktiengesellschaft in Berlin. Der Verkauf verlief in den ersten Jahren schleppend und wenig erfolgreich. Anfang der 1930er Jahre stieg das Interesse der Militärs an der Enigma, was ihren Siegeszug in der Militärischen Nachrichtenverschlüsslung einleitete. Es wurden viele verschiedene Varianten produziert, wobei das grundlegende Funktionsprinzip aber stets erhalten blieb.

Aufbau der Enigma

Vom Aufbau her ist die Enigma eine Rotorchiffriermaschine, welche jedoch die Besondere Eigenschaft hat, das man mit ein und derselben Maschine ver- und entschlüsseln kann. Sie besteht aus vier Hauptelementen, dem Steckbrett, dem Lampen- und Tastenfeld sowie ein Walzensatz ( meistens fünf Walzen plus 2 Umkehrwalzen). Weiterhin befindet sich am Eingang zur rechten Walze eine statische Eingangswalze (Stator), welche sich nicht mitdreht.

Steckbrett

Das Steckbrett ermöglicht eine Vertauschung der Buchstaben. Wird zum Beispiel A mit D vertauscht, so wird bei der Eingabe des Buchstaben A der Strom direkt auf die D Position geleitet.




Steckbrett der Enigma


Walze/Rotor

Ein Rotor hat 26 Kontakte, welche die Buchstaben im Alphabet wiederspiegeln.

Der Rotor hat eine Eingangsseite die mit einer Ausgangsseite verbunden ist. Diese Verbindungen werden als Walzenverdrahtung bezeichnet und sind je nach Walzentyp (z. B. I-V) unterschiedlich. Durch diese Verbindungen erzeugt jede Walze ihre eigene monoalphabetische Verschlüsselung.




Innenleben eines Rotors


Tastenfeld

Das Tastenfeld dient einfach nur zur Eingabe der Nachricht, und besitzt sonst keine besonderen Funktionen.



Q–W–E–R–T–Z–U–I–O
–A–S–D–F–G–H–J–K–
P–Y–X–C–V–B–N–M–L


Lampenfeld

Wird eine Taste gedrückt, fließt der Strom aus einer in der Enigma sich befindenden Batterie durch die Walzen und bringt eine Lampe auf dem Lampenfeld zum Leuchten. Dieser stellt den Geheimbuchstaben dar.

Walzenverdrahtung

Jede Walze der Enigma besitzt ihr eigene individuelle Eingabe/Ausgabe-Verdrahtung.

Funktion

Wird ein Buchstabe eingegeben, so wird die Verbindung auf das Steckbrett umgeschaltet, falls dort ein Stecker zum vertauschen eines Buchstaben angebracht ist, so werden beide vertauscht und gelangt dann zur Eintrittswalze auf den entsprechenden Kontakt. Sollte keine Vertauschung nötig sein gelangt der Strom auf direktem Wege zur Eintrittswalze. Bei der Eingabe jedes Zeichen rotiert die rechte Walze um eine Position. Wenn die rechte Walze grade auf A(00) stand, so rotiert sie auf B(01).

Je nach Art der Enigma, kann es unterschiedlich sein wann die zweite und dritte Walze rotiert. Erreicht die rechte Walze eine bestimmte Sprungposition ( z.B. Rotor rechts spring auf W(22)) so wird die mittlere Walze um eine Stelle rotiert. Die mittlere Walze springt erst wieder weiter, wenn die rechte Walze wieder die Sprungposition erreicht. Genauso beeinflusst die mittlere Walze auch die linke Walze. Die linke Walze wird erst rotiert wenn die mittlere ihre Sprungposition erreicht.

Gibt man zum Beispiel den Buchstaben Q so geht der Strom durch den Stator in die erste Walze. Dort wir aus Q ein Y, welches nun in den Y-Kontakt der mittleren Walze reingeht und dort zu einem S chiffriert wird. Das gleiche passiert jetzt bei der dritten Walze. Nun geht der Strom in die Umkehrwalze und fließt zurück. Schließlich zeigt das Lampenfeld den Geheimbuchstaben an.

Dies wird in der folgenden Abbildung veranschaulicht.




Aufbauschema der Enigma



Signatur: Andreas Hauschild, Matthias Luttenberger 20150730 2.0

I: Quelle: http://www.ilord.com/enigma.html
I: Quelle: http://people.physik.hu-berlin.de/~palloks/js/enigma/
I: Release v1.0 20060601: Erste Version
I: Release v2.0 20150730: Überarbeitete Version, Quellcodebereinigung, neues Formular, mehr Walzen




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