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  Four-Square - Diagraph-Chiffre c400a1cadacc39fed1a28f96cc6fa89f





Die Four-Square Chiffre ist eine polyalphabetische Digraphenchiffre mit symmetrischer Verschluesselungstechnik, die auf den Grundlagen der Playfair-Chiffre basiert, aber um zusaetzliche Methoden erweitert wurde. Sie wurde neben anderen bekannten Chiffren, wie zum Beispiel die Bifid-, Trifid- oder Two-Square-Chiffre von dem franzoesischem Kryptologen Felix Marie Delastelle (1840-1902) entwickelt. Wie die anderen Chiffren ist auch die Four-Square-Chiffre in dem Buch "Traite elementaire de cryptologie" beschrieben, welches 1902 von Gauthier-Villars veroeffentlich wurde. Der Name kommt dabei von dem Aufbau der Chiffre. Sie besteht aus vier (Four) Quadraten (Squares).

Verschlüsselungstechnik

Bei der Chiffre werden einzelne Buchstabenpaare (Bigramme) vertauscht, was sie zu einer polygraphischen Substitutionschiffre macht. Dadurch ist die Chiffre auch schwerer durch Frequenzanalyse knackbar als monographische Chiffren, da hier auf 676 anstatt auf 26 Moeglichkeiten getestet werden muss. Sie zu knacken ist heutzutage relativ einfach, Voraussetzung dafuer ist jedoch, dass genuegend Text vorhanden ist, der auf Besonderheiten fuer diese Chiffre analysiert werden kann. Ein weiterer Aspekt bei der Chiffre ist, dass 2 Schluessel zur Anwendung kommen, somit ist die Chiffre weniger anfaellig auf die Analyse von umgedrehten Digraphen, so wie es bei der Playfair-Chiffre der Fall ist. Dieser Effekt wird jedoch bei gleicher Schluesselwahl wieder aufgehoben.




Bei der Verschluesselung selbst zerlegt man dann zuerst den Klartext in einzelne Bigramme (Digraphen), also in einzelne Buchstabenpaare. Wenn dabei beim letzten Bigramm ein Buchstabe fehlt, wird dieser einfach durch einen ersetzt, der weniger Sinn macht, hier zum Beispiel das "Y". Aus Hallo wird also ha ll oy. Danach wird jeder einzelneDiagraph betrachtet und separat verschluesselt. Der erste Buchstabe des Buchstabenpaares wird im Quadrat links oben herausgesucht und entsprechend "markiert". Der zweite Buchstabe wird dann im Quadrat rechts unten identifiziert und "markiert" . Diese Schritte wiederholt man fuer die einzelnen Buchstabenpaare. Anschliessend werden vorhandene Leerzeichen beseitigt und man erhaelt so den verschluesselten Text. Aus "hallo" wird in unserem Beispiel also "LHHYJD".





Signatur: Michael Hauschild, Norman Brüggemann 20150714 1.1

I: Release v1.0 20080620: Erste Version
I: Release v1.1 20150714: Korrekturen und neues Formular




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