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  Skytale von Sparta - alter griechischer Buchstabentauschalgorithmus SKYTALE -> SAKLYET afccd09fdbfb9ae190422bb156810334





Bei einem Transpositions-Algorithmus bleiben die Buchstaben was sie sind, aber nicht wo sie sind. Ein Beispiel für solch einen Algorithmus ist die Skytale von Sparta, die vor ungefähr 500 v. Chr. benutzt worden sein soll.

Der griechische Historiker Plutarch beschreibt in seiner Biografie des spartanischen Generals Lysander, wie dieser während des Peloponnesischen Krieges (431 v. Chr. - 404 v. Chr.) einen Angriff der Perser vereiteln konnte. Die entsprechende Vorwarnung erfolgte dabei in Form einer Botschaft, die mit einer Skytale verschlüsselt wurde.

Transpositionsalgorithmen sind in den meisten Fällen zienlich komplex und teilweise genial. Geschichtlich lassen sich Transpositionsalgorithmen erst wieder im Mittelalter nachweisen. Sie sind hauch heute noch im Einsatz und fanden ihre stärkste Verbreitung im 1. Weltkrieg. Erst der Einsatz von Computern macht den Einsatz nicht mehr sinnvoll.





Der Sender wickelte ein schmales Band aus Pergament oder Leder spiralförmig um die Skytale (ein Zylinder mit einem bestimmten Radius, der auch gleichzeitig der Schlüssel ist) und schrieb dann der Länge nach seine Nachricht auf das Band. Diese Nachricht wurde dann abgewickelt und an den Empfänger geschickt. Hatte dieser eine Skytale mit demselben Radius, konnte er die Nachricht lesen.

Ein Beispiel:



H A L L O L E U T E W I E G E H T E S E U C H


Wir verschlüsseln nun diesen Text mit einer Skytale des Umfangs U = 5, indem wir den Text in 5 Spalten aufteilen:



H A L L O
L E U T E
W I E G E
H T E S E
U C H    


Das Ergebnis ergibt sich, indem man jede Spalte dieses Textes von oben nach unten liest und alles hintereinander aufschreibt:



H L W H U A E I T C L U E E H L T G S O E E E


Diese Art der Transposition wird auch Spaltentransposition genannt. Es gibt auch komplizierte Transpositionschiffrierungen, die jedoch fast ausnahmslos von Computern geknackt werden können.

Für den Fall, dass man einen Text in der Länge einer Quadratzahl, also 1²=1, 2²=4, 3²=9, 4²=16, ..., hat spricht man von einem Caesar-Quadrat. Die Besonderheit liegt eigentlich nur in der Tatsache, dass man keine Regel für Leerzeichen/verkürzte Spalten finden muss, die beim Dekodieren wieder an der richtigen Stelle eingesetzt werden müssen. Wie es scheint ist die einzige bekanntere Referenz das Buch von Digital Fortress von Dan Brown.


Signatur: Marcel Brätz 20040411 1.0


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